Weltkongress

 

 

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Weltkongresse finden zu jedem Zeitpunkt auf allen Teilen der Erde statt. Die Teilnehmenden, egal ob es sich um Politiker, Ärzte, Wissenschaftler oder Religionsgemeinschaften handelt, versuchen durch diese Zusammenkunft bereits vorhandenes Wissen auszutauschen oder aber sie haben es sich zum Ziel gesetzt ihre jeweilige Fachkompetenz zu nutzen, um eine Lösung für ein spezifisches Problem zu finden.

Die Geschichte der Kongresse, wann sich der erste Weltkongress ereignet hat, ist heute schwer zu sagen. Grundsätzlich ist ein Weltkongress nichts anderes als eine Tagung, welche meist einige Tage dauert. Internationale Experten kommen zusammen, um sich über ein bestimmtes Thema auszutauschen.

Einer der historisch bekanntesten Kongresse mit internationaler Beteiligung ist der Wiener Kongress. Dieser dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 und kann als eine politische Marathon-Veranstaltung bezeichnet werden, die eine komplette Neuordnung der bis dahin bestehenden europäischen Strukturen bedeutete. Vertreter aus über 200 Staaten verhandelten unter Vorsitz des österreichischen Außenministers Fürst von Metternich über die Festsetzung neuer Staatengrenzen in Europa.

Anlass für die Einberufung dieses für die damaligen Verhältnisse einmaligen Weltkonkresses war die Niederlage Napoleons. Dieser hatte durch seine Kriege und durch die Einverleibung ganzer Staaten ganz Europa politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich nachhaltig so sehr beeinflusst, dass nach seinem Machtverlust eine Neuordnung bestehender Strukturen unausweichlich wurde. Kein Staat hätte einfach zu den Bedingungen weiterbestehen können, wie sie zu vornapoleonischer Zeit geherrscht hatten. Die führenden Staaten beim Wiener Kongress waren Preußen, Russland, Großbritannien, Frankreich, Österreich und der Kirchenstaat.

Die wichtigsten Beschlüsse des Kongresses betrafen die Neubestimmung der innereuropäischen Grenzen. Die damals getroffenen territorialen Entscheidungen sind großenteils heute noch relevant. Österreich verlor seine Gebiete in den Niederlanden, aus denen später Belgien entstehen sollte. Große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens fielen an Preußen und Frankreich musste diejenigen Gebiete wieder abtreten, die es sich durch die napoleonischen Krieger widerrechtlich einverleibt hatte.

Für Deutschland hatte der Wiener Kongress noch eine weitere, sehr bedeutende Folge. Im Zuge der deutschen Sonderverhandlungen wurde der Deutsche Bund gegründet, ein Zusammenschluss einiger der vielen deutschen Einzelstaaten, der politisch und wirtschaftlich sehr bedeutend für das Land war. Der Deutsch Bund war der erste Versuch, eine nationale Einheit zu schaffen, die es vorher durch die Unabhängigkeit zahlreicher einzelner Territorien uns Fürstentümer nicht gegeben hatte.

 

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